Im Juni 2015 war in Wangen a.A. der Feuerteufel los. Br Peter Candidus Stocker, Kdt Lehrverband Genie/Rettung, begrüsste auf dem Waffenplatz Wangen .a.A. Vertreter der Politik und Wirtschaft, in- und ausländische Armeeangehörige, die Partnerorganisationen sowie Mitglieder der OGB zur DEMO 15.

Knall auf Fall

Das Szenario der DEMO 15 ist realistisch aufgebaut. Terroristen haben auf das Dorf „Bleiki", das 2013 als modernstes Übungsdorf der Schweiz wieder eröffnet wurde, einen Anschlag verübt. Brände sind ausgebrochen, mehrere heftige Detonationen haben das Dorf erschüttert, unbekannte Substanzen laufen aus, unzählige Verletzte oder gar Tote müssen unter gefährlichen Bedingungen gerettet, geborgen und versorgt werden. Die zivilen Kräfte Feuerwehr und Blaulichtorganisationen sind personell und materiell bald überfordert. Der kantonale Krisenstab stellt der Armee Antrag auf Unterstützung. Ein solches Ereignis dauert natürlich im Ernstfall mehrere Tage. Für die Besucher ist das Ganze auf einige Stunden gerafft worden. Die DEMO 15 wird Schritt für Schritt kompetent mehrsprachig vom Schul und Waffenplatzkommandanten, Oberst i Gst Stefan Christen, persönlich kommentiert.


Effiziente Zusammenarbeit

Ziel der DEMO 15 ist es, der Bevölkerung die Rettungstruppen zum anfassen zu präsentieren. Es wird besonders die Kooperation der militärischen und zivilen Partner in einer ausserordentlichen Lage aufgezeigt. Involviert waren von der Armee nebst den Rettungstruppen die Luftwaffe mit Helikoptern, das Kompetenzzentrum ABC-KAMIR, eine Hundestaffel, die Militärpolizei und alle zivilen Partner wie: Polizei, Sanität, Zivilschutz, REGA und Feuerwehr. Br Stocker: „Solche Übungen zeigen uns auf, wozu wir in der Lage sind. Ich bin stolz darauf, wie unsere Milizsoldaten den Auftrag erfüllen, nämlich die Sicherheit des Landes zu gewährleisten."

Mit lautem Getöse

Direkt vor uns löst eine Detonation einen Grossbrand aus. Kurz darauf erfolgen weitere Explosionen, Häuserwände stürzen ein, Material fliegt durch die Luft, es raucht und stinkt. Zuerst fährt die zivile Polizei ins Dorf um zu sehen was passiert ist. Wenige Minuten später folgt die zivile Feuerwehr. Unter Atemschutz dringen die Feuerwehrleute ins Gebäude ein. Die Rettungssanität kommt, um Verletzte aufzunehmen. Inzwischen lodern auch aus anderen Gebäuden die Flammen. Die Terroristen haben ganze Arbeit geleistet. Immer wieder erfolgen Explosionen. Unzählige Verletzte sind zu bergen. Jetzt muss die Armee auf den Schadenplatz. Rasch wird von den beteiligten Organisationen am Rande des Geschehens eine Wagenburg aufgebaut von dort aus wird der Einsatz koordiniert und organisiert. Weiteres Gerät wird eingeflogen. Aus einem Eurocopter wird eine Hundeführerin samt ihrem Hund direkt auf den Schadenplatz abgeseilt. Der Zivilschutz dringt in die zerstörten Häuser ein, birgt Patienten und versorgt sie. Die REGA trifft ein und fliegt Patienten aus. Die Militärpolizei kümmert sich um die Sicherheit. Unterdessen hat ein Super Puma einen Zug Soldaten abgesetzt, die sofort ihre Aufgaben wahrnehmen. Aus Fässern rinnt eine unbekannte Flüssigkeit auf die Durchgangstrasse, die sofort abgesperrt wird. Ein Piranha Radpanzer des Kompetenzzentrums ABC-KAMIR ist vollständig als Labor eingerichtet. Ohne mit der Flüssigkeit in Kontakt zu kommen, werden Teile davon aufgenommen und sofort analysiert. Die Flammen prasseln immer noch.

Übungsabbruch. Alles atmet auf. Ein intensives und eindrückliches Erlebnis, das unter die Haut geht. Nur einen Tag später verüben Terroristen in Tunesien einen schweren Anschlag. Explosionen, Brände, Tote und Verletzte...

Ursula Bonetti

 


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